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Geologie

Die Landschaft Dänemarks ist vorwiegend während der letzten der insgesamt vier in Dänemark bekannten Eiszeiten von den großen Gletschern gebildet worden.

Das Litorina-Meer in Nordjütland Durch die letzte Eiszeit, die von etwa 100.000 - 8.000 v. Chr. dauerte, wurde der größte Teil des Landes mit Eis bedeckt.

Den Bewegungen des Eises innerhalb dieses Zeitraums verdankt die Landschaft ihre Form, so auch die nordjütische Landschaft, obwohl auch landschaftliche Züge älterer Eiszeiten sowie des Untergrundes sich stellenweise widerspiegeln.

Die Eiszeit hat u. a. mittels der Einwirkungen der Schmelzwasserflüsse der Gestaltung der Landschaft ihr Gepräge aufgedrückt. Die Küstenlinien erhielten jedoch in neuerer Zeit durch die Kräfte des Meeres ihre Form, und auch Wind und Wetter haben zur Bearbeitung der Kurven entlang der Küsten beigetragen.

Der Einfluss der Eiszeit wird u. a. bei den markanten Randmoränen-Landstrichen von Hundborgbuen, über Hanklit, Nord-Mors und Fur bis hin zur Gegend um Randers deutlich, die durch den aus den Norden und dem Nordosten kommenden Eisstrom gebildet wurden.

In Vendsyssel sind die Spuren des aus dem Norden kommenden Eises in erster Linie an den Aufschiebungen von Schollen in Lønstrup Klint ersichtlich. Außerdem lässt sich durch die Richtung der Höhenzüge westlich von Bangsbo Å und bei Hirtshals ein aus nördlicher Richtung kommender Eisdruck vermuten. Durch das Verschleißen der Erdoberfläche beim Abschmelzen des Eises wurden u. a. die falschen Berge bei Rebild gebildet, und bei Hald Sø sind die Schmelzwasserströme durch das Gletschertor bei Hald gelaufen und führten später zur Bildung der Gudenå.

Die Entwicklung Jütlands ist jedoch bei weitem nicht abgeschlossen. Beispielsweise bewegt sich Skagens Gren jährlich 10 Meter nach Nordosten. Im Jahr 2001 wurden jedoch 100 Meter zugelegt - theoretisch müsste 'Grenen' eines Tages Schweden erreichen, die Strömung der Ostsee, die entlang der Westküste Schwedens Wasser nach Norden presst, wird jedoch die Sandablagerung stark nach Norden abbiegen. Dies wird im Skagen Odde Naturcenter beschrieben.
Hanklit MorsIn der Kreidezeit, also vor 135 - 65 Millionen Jahren, kam es zu einem globalen Anstieg des Meeresspiegels, und ganz Dänemark war von einem seichten Meer bedeckt. Das Klima war warm, und die Niederschläge vermutlich gering. In diesem Meer lebten Algen mit einer Schale aus Kalk, und beim Absterben der Algen sanken die Schalen zu Boden und bildeten so auf dem Meeresboden riesige Kalkablagerungen. Diese Ablagerungen tragen heutzutage die Bezeichnung Schreibkreide. Auch einzelne Versteinerungen größerer Tiere wie Seeigel, Muscheln und Brachiopoden sind darin enthalten. Auf dem Meeresgrund lebten außerdem Schwämme.

Schreibkreide aus der Kreidezeit ist u. a. an Orten wie Svinkløv, Hanstholm, Erslev, Daugbjerg und Mønsted vorzufinden.

In der Erslev Kalkgrube sind geologische Schichten aus Kreide und Kalk aus der Zeit zu sehen, als die Dinosaurier ausstarben, d. h. aus der zeitlichen Grenze zwischen der Kreidezeit und dem Tertiär vor 65 Millionen Jahren. Am Fuße der Grube gibt es beispielsweise fossile Seeigel.

Bei Daugbjerg und Mønsted können Sie in den Untergrund gelangen und sich davon überzeugen, dass dieser tatsächlich aus Kalk besteht. Die Mønsted Kalkgruben weisen die weltweit größten unterirdischen Kalkgrotten auf, und die Stollen der Daugbjerg Kalkgruben sind 35 km lang.
Fossil fra MorsDie geologische Entwicklung lässt sich auch auf andere Art und Weise in der Natur Nordjütlands von heute erkennen. Innerhalb der verschiedenen geologischen Zeitabschnitte haben sowohl Tierwelt als auch Ablagerungen ihre Spuren hinterlassen, und in diesem Zusammenhang ist nicht zuletzt die Kreidezeit in der Gegend um den Limfjord interessant. Diese Gegend ist reich an Moler mit interessanten und aufschlussreichen Spuren der Abdrücke von Fossilien.
 
Der Moler kommt lediglich in den Bereichen um den Limfjord vor. Die Ablagerung des Moler fand im Tertiär statt, also vor 65 - 2 Millionen Jahren.

Der Moler besteht aus Schalen von Kieselalgen, Diatomeen, die das Meer bewohnten. Beim Absterben dieser Algen fielen die Schalen auf den Meeresgrund. Der Moler enthält eine Vielzahl von Fossilien wie beispielsweise Pflanzen, Insekten, Fische und andere Wirbeltiere. Das Molermuseum auf Mors stellt eine beeindruckende Sammlung 55 Millionen Jahre alter Fossilien aus und ist zugleich eine Werkstatt, in der Sie den Moler selbst untersuchen können.

Fossil fra MorsNeben Fossilien enthält der Moler zahlreiche dunkle Schichten vulkanischer Asche, die von nicht weniger als 179 Ausbrüchen der Vulkane zeugen, die sich am Molermeer befanden. Die Ascheschichten stammen von einem Vulkanfeld in der Norwegischen Rinne, die als Bruchzone diente, als Europa und Nordamerika unter der Öffnung des Atlantischen Ozeans auseinander glitten. Hier gab es im Tertiär Vulkane des gleichen Typs, dem wir heute auf Island begegnen.

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